Daniel Draganov

Daniel Draganov  

Daniel Draganov, Sohn einer Musikerfamilie, erhielt seinen ersten Geigenunterricht im Alter von fünf Jahren bei seinem Vater. Mit zehn Jahren debütierte er als Solist mit Orchester in der Hamburger Musikhalle. Bereits im Alter von elf Jahren gewann er den ersten Preis beim Bundeswettbewerb »Jugend musiziert«. Er studierte bei Jens Ellermann in Hannover, Sandor Végh in Salzburg, sowie als Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes bei Felix Andrievsky am Royal College of Music in London, wo er 1990 den »Dove Prize« gewann. Bereits während seines Studiums gab er zahlreiche Konzerte als Solist und Kammermusiker.

Seit 1994 war er als Stimmführer bei den Duisburger Philharmonikern, dem Orchester der Deutschen Oper am Rhein, engagiert. 2009 wurde er in das Orchester der Deutschen Oper Berlin berufen. Seit 1996 ist er Mitglied des Orchesters der Bayreuther Festspiele.

Seine solistische und kammermusikalische Tätigkeit führte ihn durch ganz Europa und durch Asien. Er hat mehrere CDs eingespielt und Werke von Komponisten wie z. B. Mathias Kosel, Friedmann Dreßler und Periclis Koukos ur- und erstaufgeführt. Nach einer über zehnjährigen Konzerttätigkeit als Primarius des Draganov-Quartetts wurde er nach seinem Wechsel nach Berlin Mitglied des Streichquartetts der Deutschen Oper Berlin. Neben Aufführungen der Standardwerke der Quartettliteratur hat er sich stets auch für neue und unbekannte Werke, sowie in den jüngster Zeit auch für eine historisch informierte Aufführungspraxis der klassischen Musik eingesetzt.

In den letzten Jahren hat er sich, neben seiner intensiven Konzerttätigkeit, verstärkt pädagogischen Aufgaben gewidmet. Er gibt Kurse für den Landesmusikrat Hessen, für das „Forum Deutsch-Französische Kultur“, das Festival Junger Künstler Bayreuth sowie am renommierten »Rimskij-Korsakow« Music College in St. Petersburg, der Musikhochschule Minsk, der Toho-Orchester Akademie in Japan und in China.

(english)